Kontaktlinsen im Alltagseinsatz
Die Idee für die Kontaktlinse stammt bereits aus dem Jahr 1636, als Rene Descartes in einem seiner Bücher eine solche Sehhilfe beschrieb. Der eigentliche Entwickler der Kontaktlinsen war A.E. Fick, der kurz vor dem Übergang ins 20. Jahrhundert die ersten Kontaktlinsen herstellte, die allerdings auf Grund ihrer Größe nur wenige Stunden getragen werden konnten. Etwa um 1940 herum begann man damit, für die Herstellung von Kontaktlinsen Kunststoff einzusetzen. So konnte auch die notwendige Größe auf weniger als die Hälfte verringert werden. Diese Art der harten Kontaktlinse wurde von Heinrich Wöhlk erfunden, später kamen die Neuerungen von Otto Wichterle in Form der weichen Linsen hinzu.
Das entscheidende Problem bei den historischen Kontaktlinsen war deren Sauerstoffundurchlässigkeit, die dafür sorgte, dass die auf dem Augapfel schwimmenden Sehhilfen sehr schnell als lästiger Fremdkörper empfunden wurden. Die modernen Haftschalen in der weichen Form bestehen aus einem Hydrogel, das in der Lage ist, einen großen Teil des Sauerstoffs passieren zu lassen. Diese Fortschritte konnten in einem noch größeren Maße bei den Harten Kontaktlinsen erzielt werden. Allerdings haben weiche Kontaktlinsen den Vorteil, dass sie sich sehr viel besser an die individuelle Augenform anpassen können. Andererseits ist bei ihnen die Gefahr von Infektionen höher.
Ständige Verbesserungen an den weichen Kontaktlinsen haben dazu geführt, dass man auch weiche Kontaktlinsen nicht mehr nur wie in den Anfängen einen Tag tragen kann. Ein gutes Beispiel sind die Air Optix Aqua 7 Linsen, die man bei guter Pflege bis zu vier Wochen nutzen kann. Sie haben mit 138 DK einen sehr hohen Wert beim Sauerstoffdurchlass. Die extrem glatte Oberfläche der Air Optix Aqua 7 sorgt dafür, dass sie deutlich besser benetzt werden können und dadurch den Augapfel und die Augenlider sehr viel weniger reizen. Dazu trägt auch der hohe Wassergehalt von 33 Prozent bei den Air Optix Aqua bei.
Ein anderes Beispiel für hochwertige weiche Kontaktlinsen sind die neuesten Produkte von Cooper Vision, die unter dem Markennamen Biofinity auf den Markt gebracht wurden. Mit 128 DK ist auch hier die Sauerstoffdurchlässigkeit sehr hoch. Beim Wasseranteil in den Kontaktlinsen liegt man mit 48 Prozent noch deutlich höher als die Air Optix Aqua. Die Biofinity wird mit dem angenehmen Durchmesser von 14 Millimetern angeboten. Das und die durch den hohen Wasseranteil erzeugte Geschmeidigkeit sorgen dafür, dass sich die Kontaktlinse Biofinity dem Auge perfekt anpassen kann. Auf Grund dieser extremen Anpassungsfähigkeit haben Fremdkörper kaum eine Chance, unter die Kontaktlinse zu gelangen. Dabei liegt der Preis für die augenfreundliche Vierwochenlinse Biofinity von knappen zehn Euro noch im für jedermann erschwinglichen Bereich.